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Flaschenbovist

Flaschenbovist

Lycoperdon perlatum Pers. = Lycoperdon gemmatum Batsch

Flaschenbovist - Lycoperdon perlatum Pers. = Lycoperdon gemmatum BatschReife Fruchtkörper des Flaschenbovists haben vielen Pilzfreunden schon als Kinder Spaß gemacht. Es war lustig, gegen sie mit dem Fuß zu stoßen, denn dann entließen sie an ihrem aufgerissenen Scheitel eine Rauchwolke, der kindlichen Einsicht freilich nicht als eine unzählige Menge von Sporen begreiflich.

- Merkmale: Die Fruchtkörper haben eine verkehrt flaschenförmige Gestalt, mit dem Flaschenhals also nach abwärts gerichtet. Sie erreichen eine Höhe von 8-10 cm, an der bauchigsten Stelle einen Durchmesser von 5 cm. Der ganze Fruchtkörper ist von kleinen, sehr zerbrechlichen, leicht abwischbaren Wärzchen bedeckt. Wenn diese abfallen, verkahlt der Pilz. Die anfänglich weiß bis gelbliche Farbe ist dann verschwunden und die papierdünne Haut hell- bis dunkelbraun. Am Scheitelpunkt entsteht eine Öffnung, durch die, ausgelöst durch einen Stoß oder darauffallende Regentropfen, die Sporen entweichen. Der Stielteil ist im Innern mit einer schwammigen Masse gefüllt, der Kopfteil enthält das sporenbildende Gewebe, welches zuerst rein weiß ist, rasch aber gelblich, olivfarben und breiig, zuletzt dann wieder trocken, staubartig wird.

- Vorkommen: Der Flaschenstäubling ist einer der häufigsten Weichboviste. Er findet sich in den verschiedensten Wäldern vom Flachland bis in hohe Gebirgslagen und ist dementsprechend in stark abweichenden Formen über die ganze Nordhalbkugel verbreitet.

- Verwechslung: Es gibt in Mitteleuropa etwa ein Dutzend Lycoperdon-Arten. Am häufigsten ist der Birnenstäubling, Lycoperdon pyriforme Schff., der gesellig in dichten Büscheln auf morschen Baumstrünken zu finden ist.

- Verwendung: Der Flaschenbovist ist essbar. Auch für die Stäublinge kann man eine Faustregel aufstellen. Sie besagt, dass alle zugehörigen Pilze, so lange sie innen völlig weiß sind, verzehrt werden können. Ein Ratschlag für das Sammeln wäre zu beachten. Wenn man Flaschenboviste mit anderen Pilzen in einen Korb bringt, dann verlieren die Boviste durch Reibung die vielen Wärzchen ihrer Oberfläche und verunreinigen so das gesamte Sammelgut und dieses sieht aus, als wäre es in einer schlecht geleerten Tüte transportiert worden, in der sich ursprünglich Grieß befunden hat. Gesammelte Flaschenboviste sollen deshalb in einem eigenen Behälter, jedenfalls getrennt von anderen Pilzen, verpackt werden.




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