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Violetter Ritterling

Violetter Ritterling

Lepista nuda (Bull, ex Fr.) Cooke

Violetter Ritterling - Lepista nuda (Bull, ex Fr.) CookeSchneeglöckchen zeigen den Frühling, Astern den Herbst an. Auch unter den Pilzen gibt es Arten, deren Erscheinen auf eine bestimmte Jahreszeit hinweist. Zu diesen gehört der Violette Ritterling, denn sein Erscheinen bedeutet für den Pilzfreund, dass das Pilzjahr sich seinem Ende nähert. Der auch gebräuchliche Name Violetter Rötelritterling erinnert daran, dass der Pilz früher zu den Ritterlingen (Tricholoma) gerechnet wurde, dass er sich aber von dieser Gattung durch rötliche Sporen unterscheidet und deshalb für diese Gruppe die Gattung Lepista (Rötelritterlinge) geschaffen wurde.

- Merkmale: Hut: Durchschnittlich 12 cm breit, schön gewölbt mit lange eingerolltem Rand, zuerst violett, bald aber verblassend und bräunend. Lamellen: Auch bei schon entfärbtem Hut noch schön violett, ziemlich dicht stehend, von verschiedener Länge. Sie lassen sich vom Hutfleisch leicht ablösen. Stiel: Annähernd 10 cm lang und 2 cm dick, in der Farbe dem Hut ähnlich, faserig. Auch das im Boden befindliche Mycel ist violett gefärbt. Fleisch: Jung violett, im alternden Pilz ausblassend, bei feuchtem Wetter wässerig, angenehm duftend.

- Vorkommen: Wächst vom September bis in den Spätherbst, einzelne Stücke schon im Mai; aber auch noch im November und Dezember, steif gefroren, in verschiedenen Waldtypen, meist in Hexenringen oder langen Reihen anzutreffen.

- Verwechslung: Darf nicht mit anderen violetten Blätterpilzen von ähnlichem Aussehen verwechselt werden. Der Anfänger achte darauf, dass verwechselbare Haarschleierlinge (Cortinarius) daran zu erkennen sind, dass sie einen Haarschleier aufweisen, der vom Hutrand zum Stiel zieht und der Sporenstaub deutlich rostbraun gefärbt ist. Besonders naheliegend ist die Verwechslung mit dem Liladickfuß, Cortinarius traganus Fr., der sich überdies durch einen abstoßenden Geruch verrät.

- Verwendung: Der Violette Ritterling ist ein sehr geschätzter Speisepilz, der auch gerne in Essig eingelegt wird. Erfrorene Exemplare sind zu meiden! Er findet teils begeisterte Liebhaber, teils aber auch Verächter, die seinen süßlichen Geschmack abstoßend finden.

- Verwandte: Maskierter Ritterling, Lepista personata Fr., mit braunem Hut und kräftig violettem Stiel, essbar, und Blaßblauer Rötelritterling, Lepista glaucocana (Bres.) Singer, in allen Teilen blasser gefärbt, kaum zu empfehlen.




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