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Satansröhrling

Satansröhrling

Boletus satanas Lenz

Satansröhrling - Boletus satanas LenzViele Pilzsammler sind der Meinung, dass sie den Satanspilz schon oft gefunden hätten. Prüft man aber nach, was sie gebracht haben, dann stellt sich heraus, dass es in fast allen Fällen einer der beiden Hexenröhrlinge war. (Siehe vorausgehende Tafel!) Der Satansröhrling ist nämlich kein häufiger Pilz und fehlt in vielen Gebieten.

- Merkmale: Hut: Bis zu 25 cm im Durchmesser. Besonders bezeichnend ist seine auffallend helle, weißliche, ins Oliv spielende Hutfarbe. Röhren: Gelblich, im Alter mehr olivgrün, bei Verletzung blauend. Die Mündungen sind nur beim jungen Pilz gelblich, beim ausgewachsenen Pilz jedoch blutrot. Bei älteren Pilzen verlieren sie die anfängliche Leuchtkraft. Die Röhren sind vom Hutfleisch sehr leicht abzulösen. Stiel: Er ist besonders dick und knollig. Im Verhältnis zum Hut erscheint er auffallend kurz. Kennzeichnend ist ein rotes Netz auf gelblichem Grund. Fleisch: Das anfangs kernige und feste Fleisch läuft beim Anschneiden bläulich an, doch niemals so kräftig, wie bei den Hexenröhrlingen. Es hat auch schon bei Jungpilzen einen unangenehmen Geruch, der sich mit dem Altern verstärkt und dann widerwärtig an Aas erinnert.

- Vorkommen: Der Satansröhrling gehört zu den seltenen Pilzarten. Am häufigsten findet man ihn, immer in kleinen Gruppen, auf Kalkböden in Buchenwäldern, gelegentlich auch anderen Laubwäldern.

-Verwechslung: Wird häufig mit den beiden Hexenröhrlingen verwechselt, die sich durch das starke Blauen des Fleisches unterscheiden.

- Verwendung: Der Satanspilz ist ein gefährlicher Giftpilz, der schwere Erkrankungen hervorrufen kann. Es ist aber kein einziger Fall bekanntgeworden, dass eine Vergiftung durch den Satansröhrling zum Tode geführt hätte. Der abschreckende Name ist trotzdem begründet.

-Verwandte: Es gibt vier Röhrlingsarten, die mit dem Satanspilz eng verwandt und ihm ähnlich sind. Es handelt sich bei diesen Pilzen um Seltenheiten, die für den praktischen Pilzsammler wenig Bedeutung haben, z. B. den Rosahütigen Röhrling, Boletus rhodoxanthus Kbch. und den Purpurröhrling, Boletus purpureus Fr.

Die Faustregel, dass es unter den Röhrlingen keinen tödlich giftigen Pilz gibt, ist richtig. Allerdings muss man wissen, dass es unter den Röhrlingen auch bittere Arten gibt, die sich nicht für den Kochtopf eignen.




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