Hauptseite | Registrierung | Login

Suche


Einloggen


Vorteilhaft



Grüner Knollenblätterpilz

Grüner Knollenblätterpilz

Amanita phalloides (Vaill. ex Fr.) Secr.

Grüner Knollenblätterpilz - Amanita phalloides (Vaill. ex Fr.) Secr.Der Grüne Knollenblätterpilz ist einer der gefährlichsten Giftpilze. Genau wie der Kegelhütige Knollenblätterpilz, Amanita virosa Lam. ex Secr., der in Amerika »destroying angel«, »Todesengel« genannt wird, hat er viele Menschen, ganze Familien, einmal sogar 31 Kinder eines Ferienlagers tödlich vergiftet. Jeder Pilzsammler müsste ihn kennen. Er ist deshalb so gefährlich, weil die Vergiftungserscheinungen erst am Tage nach der Mahlzeit eintreten, wenn der Giftstoff ins Blut übergetreten ist, also Brech- und Abführmittel nichts mehr helfen. Die scheinbare Besserung am 3. Tage ist nur trügerisch.

- Merkmale: Hut: Jung ist der ganze Pilz vom Velum universale überzogen und gleicht einem weißen Ei. Erst wenn diese Hülle platzt, kommt der Hut zum Vorschein. Er ist zunächst glockig, schirmt dann auf und erreicht einen Durchmesser von 15 cm. Er ist etwas klebrig und irgendwie grün, mit dunkleren, radial eingewachsenen Fasern. Selten trägt er noch Fetzen des Velums universale. Lamellen: Weiß, später etwas grünlich schimmernd, leicht angeheftet bis frei. Stiel: Bis 15 cm hoch, weiß mit einer herabhängenden Manschette. Unterhalb dieser zeigt der Stiel ein sehr zartes, feinschuppig-genattertes Bandmuster. Fleisch: Weiß, unter der Huthaut etwas grünlich. Das Fleisch verfärbt sich an der Luft nicht. Der Stiel ist an seinem unteren Ende von einer häutigen, gelappten Scheide umgeben, die den Namen Knollenblätterpilz bewirkt hat.

- Vorkommen: In Eichen- und Buchenwäldern nicht selten, von Juli bis Oktober.

- Verwechslung: Die Verwechslung mit ähnlichen Speisepilzen ruft die Gefahr einer tödlich verlaufenden Pilzvergiftung hervor. Wenn man deshalb an einen grünhütigen Blätterpilz herangeht, dann nehme man sorgfältig den ganzen Pilz heraus und schneide ihn nicht ab, sonst bleibt ein wichtiges Kennzeichen im Boden, nämlich die häutige Scheide. Grüne, essbare Täublinge, mit denen er verwechselt wird, haben weder einen Ring noch eine Scheide am Stielgrund. Der Grünling, Tricholoma flavovirens (Pers. ex Fr.) Lund, ein vielgesammelter Speisepilz sandiger Kiefernwälder, mit dem er auch schon verwechselt wurde, unterscheidet sich durch gelbe Lamellen und hat ebenfalls weder Ring noch Scheide.

Bei Verdacht einer Vergiftung durch Knollenblätterpilze ist sofortige klinische Behandlung erforderlich, möglichst in einer toxikologischen Spezialabteilung, wie sie in fast allen größeren Städten vorhanden ist.




Copyright MyCorp © 2010 | uCoz