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Schopftintling

Schopftintling

Coprinus comatus (Müll, ex Fr.) Gray

Schopftintling - Coprinus comatus (Müll, ex Fr.) GrayDer Schopftintling gehört zur Gattung Coprinus , die unter den Blätterpilzen eine Sonderstellung einnimmt. Selbstverständlich werden die Sporen auch bei dieser Gattung von den Lamellen erzeugt, aber nicht in der üblichen Weise als Sporenstaub abgeworfen. Wenn die Sporen reif sind, lösen sich Hut und Lamellen auf, zerfließen in eine tintenartige Flüssigkeit, in der sich die Sporen befinden. Der Auflösungsprozess verläuft sehr schnell, oft innerhalb weniger Stunden.

- Merkmale: Hut: Bis 12 cm hoch, in geschlossenem Zustand bis 6 cm breit, walzenförmig, mit elliptischem Umriss. Häufig kommen die Fruchtkörper überhaupt nicht zum Aufschirmen, sondern zerfließen noch bei geschlossenem Zustand des Hutes. Dieser ist weiß, in der Mitte mit bräunlichen Tönen, alternd vom Rand her rötend und dann schwärzend. Die Hutoberfläche wird bald schuppig-faserig, und auf dieser Beobachtung fußen die Namen Schopftintling und die amerikanische Bezeichnung »shaggy mane«, »Zottige Mähne«. Der reizende Anblick frischer, noch nicht zerfließender Hüte währt aber nur kurze Zeit. Dann sinkt der Pilz in sich zusammen. Lamellen: Sie stehen ungewöhnlich dicht, berühren niemals den Stiel, sind anfangsweiß und verfärben sich vom Hutrand her zuerst rötlich, dann rasch schwarz und zerfließen zu einertintenartigen Flüssigkeit. Stiel: Bis 15 cm lang und bis 2 cm dick, zum größten Teil vom geschlossenen Hut umhüllt, innen hohl, nicht zerfließend und mit einem beweglichen Ring. Fleisch: Zuerst weiß, dann rötend, schließlich schwärzend, mit angenehmem Geruch und Geschmack.

- Vorkommen: Ein sehr häufiger Pilz, vom Frühjahr bis in den Herbst, auf Rasenflächen verschiedenster Art, besonders an gedüngten Orten, in Parkanlagen aber auch auf Schuttplätzen, meist in Gruppen mitzahlreichen Exemplaren.

- Verwechslung: Ähnlich ist der Faltentintling, Coprinusatramentarius (Bull, ex Fr.) Fr., mit dem man ihn nicht verwechseln darf, da dieser Pilz unter gewissen Umständen giftig wirken kann.

- Verwendung: Der Schopftintling ist ein ausgezeichneter Speisepilz. Selbstverständlich können nur junge Exemplare verwendet werden, also solche, bei denen die Lamellen noch nicht verfärbt, also völlig weiß sind. Da der Schopftintling besonders rasch verdirbt, muss er nach dem Sammeln unverzüglich verwendet werden.




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