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Kuhmaul

Kuhmaul

Gomphidius glutinosus (Schff.) Fr.

Kuhmaul - Gomphidius glutinosus (Schff.) Fr.Häufig werden in den Wäldern Pilze angetroffen, die entweder auf dem Hut oder an ihrer ganzen Oberfläche von einer starken Schleimschicht bedeckt sind. Sie begegnen uns unter den Namen Schleimköpfe (Phlegmacium) , Schleimfüße (Myxacium) und Schmierröhrlinge (Suillus) . Wegen dieser schleimigen Beschaffenheit werden die Pilze von vielen Sammlern missachtet, obwohl sie teilweise erstklassige Speisepilze sind. Zu ihnen gehört auch das Kuhmaul.

- Merkmale: Hut: Er fühlt sich tatsächlich kühl und feucht wie ein Kuhmaul an, wird bis zu 10 cm breit, mit einer Schleimschicht überzogen, die bei jungen Exemplaren Zum Stiel hinunterreicht und leicht abziehbar ist. Ältere Hüte sind oft schwarzflekkig. Lamellen: Anfangs weiß, verfärben sich durch die ausfallenden Sporen allmählich schwarz, laufen am Stiel weit herab und gabeln sich gegen den Hutrand. Stiel: Bis 10 cm lang, sich nach oben verdickend, schleimig, mit den Resten eines Ringes, besonders auffallend durch das gelbe Stielende. Fleisch: Sehr weich und im unterem Stielende leuchtend zitronengelb, ein untrügliches Kennzeichen.

- Vorkommen: Das Kuhmaul ist ein häufiger Pilz. Man findet es überall, wo Fichtenwälder anzutreffen sind, gleich ob es sich um natürliche Bestände oder gepflanzte Kulturen handelt. Der Pilz bildet nämlich mit Fichten eine Lebensgemeinschaft (Symbiose). Er gedeiht vom Sommer bis in den Herbst.

- Verwechslung: Kein anderer Pilz hat ein so leuchtend gelbes Stielfleisch und zugleich eine so schmierige Huthaut.

- Verwendung: Der gute Speisepilz erfreut sich leider nicht überall der ihm zukommenden Wertschätzung. Das mag daher kommen, weil er im Korb gerne mit anderen Pilzen verklebt. Es ist deshalb zweckmäßig, die schleimige Huthaut schon am Standort abzuziehen. Überhaupt ist es empfehlenswert, den Pilz gesondert vom anderen Sammelgut zu transportieren und aufzubewahren, denn ältere Exemplare sondern reichlich schwarze Sporen ab, die dann die anderen Pilze verschmutzen.

- Verwandte: Die Weltflora umfasst 18 Gomphidius - Arten, von denen noch zwei bei uns vorkommen. Das sind der Rosenrote Schmierling, Gomphidius roseus (L.) Fr. und der Fleckende Schmierung, Gomphidius maculatus (Scop) Fr., ein Lärchenpilz, beide brauchbare Speisepilze. Ebenfalls nahestehend ist der Kupferrote Schmierling, Chroogomphus rutilus (Schff. ex Fr.), leicht kenntlich an seiner kupferbraunen Farbe, dem orangefarbigen Fleisch und dem Vorkommen in Kiefernwäldern oder unter einzelnen Föhren.




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