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Speitäubling

Speitäubling

Russula emetica Fr.

Speitäubling - Russula emetica Fr.

Speitäubling - Russula emetica Fr.

Die mehr als hundert verschiedenen Täublingsarten zu unterscheiden, erfordert eine jahrelange, eingehende Beschäftigung mit dieser Gattung. Dagegen lässt sich verhältnismäßig leicht feststellen, ob ein Blätterpilz zu den Täublingen zu rechnen ist oder nicht. Täublinge haben weiße bis gelbliche Lamellen, die fast ausnahmslos besonders spröde sind und deshalb bei der Berührung splittern. Fällt ein Täubling auf eine harte Unterlage, so zerbricht er in Stücke, während bei anderen, weichen, nicht so starren Pilzen meist nur der Stiel abbricht. Dieses verschiedene Verhalten kommt daher, weil alle Täublinge in ihren Fruchtkörpern nicht nur langfaserige, sondern zahlreiche kugelige Zellen, sogenannte Sphaero-cysten, eingelagert haben.

- Merkmale: Der Speitäubling ist eine polymorphe Art, d. h. er ist so vielgestaltig, dass man ihn in mehrere Arten oder Formen aufteilen kann, die verschiedenen Lebensräumen, Biotopen, angepasst sind. Hut: Bis 10 cm breit, leuchtend hellrot, Rand später gerieft, mit abziehbarer Haut. Lamellen: Weiß, höchstens ganz schwach gelb getönt, verschieden lang. Stiel: Weiß, ungefähr 8 cm lang, vollfleischig, starr und leicht abbrechend. Fleisch: Weiß, nach Obst riechend. Eine kleine Kostprobe ist unschädlich, schmeckt aber brennend scharf, wie Pfeffer.

- Vorkommen: Ein sehr häufiger Täubling, der im Sommer und im Herbst, in verschiedenen Modifikationen im Laub- und Nadelwald vom Tiefland bis ins Hochgebirge vorkommt.

- Verwechslung: Die verschiedenen rothütigen Täublinge sind gar nicht leicht zu unterscheiden. Aber man kann folgende Faustregel für die Prüfung der Täublinge anwenden. Sämtliche Täublinge, die bei einer Kostprobe mild schmecken, sind essbar. Alle Täublinge, die beim Kosten ihres Fleisches scharf oder bitter schmecken, sind als Speisepilze nicht verwendbar, bzw. giftig. Diese Faustregel hat natürlich die Voraussetzung, dass der zu prüfende Pilz sicher als Täubling erkannt ist. Für die Prüfung anderer Gattungen hat die genannte Regel keine Gültigkeit und könnte zu den schlimmsten Verwechslungen führen.

- Verwendung: Der Speitäubling ist ein Giftpilz, auch dann, wenn ihn Schnecken sichtlich mit Wohlbehagen verzehren. Tödliche Vergiftungen durch den Speitäubling sind nicht bekannt. Sein Name hängt mit speien, d. h. erbrechen, ausspucken zusammen.




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