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Gallenröhrling

Gallenröhrling

Tylopilus felleus (Bull, ex Fr.) Karst.

Gallenröhrling - Tylopilus felleus (Bull, ex Fr.) Karst.Alljährlich bekommt man auf den Beratungsstellen die Klage zu hören, dass heuer die Steinpilze so bitter schmecken und ob das vielleicht mit der Witterung oder gar mit der nuklearen Verseuchung der Luft zusammenhänge. Die Antwort lautet, dass keine der beiden Vermutungen zutreffe, sondern dass versehentlich einer oder mehrere Gallenröhrlinge in das Pilzgericht gekommen sind.

- Merkmale: Der Gallenröhrling sieht dem Steinpilz tatsächlich täuschend ähnlich, besonders wenn es sich um noch junge Exemplare handelt. Hut: In der Größe wie der Steinpilz, hellbraun gefärbt, etwas filzig, bei trockener Witterung mit einem Netz feiner Risse. Röhren: Anfangs weiß, wie beim Steinpilz. Später werden die Röhren blaßrosa. Sie wölben sich auf der Unterseite des Hutes bauchig vor. Beim Steinpilz dagegen geht die Verfärbung der Röhren von Weiß über Gelb nach Grünlich. Stiel: Nicht so bauchig wie beim typischen Steinpilz, sondern schlanker. Der Stiel hat ein auffallendes, zuletzt fast dunkelbraunes, großmaschiges Netz. Fleisch: Weiß, kernig, ohne auffallenden Geruch. Eine kleine Kostprobe zeigt aber, dass der Pilz unangenehm bitter schmeckt. Das gilt auch von ganz jungen Exemplaren, bei denen die Kostprobe das allein entscheidende Merkmal ist.

- Vorkommen: Der Gallenröhrling ist ein ziemlich häufiger Pilz, der gerne in Nadelwäldern gedeiht. Man trifft ihn im Sommer und auch im Herbst.

- Verwechslung: Gallenröhrlinge, namentlich junge Exemplare, sind nur durch die Geschmacksprobe von Steinpilzen zu unterscheiden und gelangen immer wieder versehentlich in die Körbe der Sammler.

- Verwendung: Der Gallenröhrling ist kein Giftpilz. Aber schon ein einziges Stück kann eine vorzüglich bereitete Pilzmahlzeit so verderben, dass sie ungenießbar wird. Alle Versuche, den Pilz zu entbittern, haben zu keinen brauchbaren Ergebnissen geführt. Manchmal sind auf den Beratungsstellen schon Tränen voller Enttäuschung geflossen, weil man einer Sammlerin beteuern musste, dass sie ihre stolze »Steinpilzernte« in den Mülleimer werfen müsse. Den Gallenröhrling, den Doppelgänger des Steinpilzes, sollte jeder Pilzsammler genau kennen.

- Merke: Alle Pilze, die einen bitteren Geschmack haben, eignen sich nicht als Speisepilze.




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