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Riesenrötling

Riesenrötling

Rhodophyllus sinuatus (Bull, ex Fr.) Sing.

Riesenrötling - Rhodophyllus sinuatus (Bull, ex Fr.) Sing.Wie der deutsche Name vermuten lässt, handelt es sich um einen recht großen, stattlichen Pilz, der in wenigen Exemplaren gesammelt, eine ergiebige Mahlzeit erhoffen lässt. Er sieht appetitlich aus und auch der Geruch nach Mehl wirkt vertrauenerweckend. Dabei handelt es sich um einen stark giftigen Pilz, der schon kurz nach der Mahlzeit beängstigende Krankheitsbilder erzeugt.

- Merkmale: Hut: Bis 18 cm Durchmesser, gewölbt, mit einem schwach ausgeprägten Buckel, in der Mitte besonders dickfleischig, jedoch mit einem deutlich eingebogenen Rand, elfenbeinfarbig, manchmal heller, manchmal dunkler, seidig glänzend. Die Huthaut lässt sich abziehen. Lamellen: Der Name Rötling deutet darauf hin, dass die Lamellen rosarot gefärbt sind. Dieser Farbton stellt sich aber erst verhältnismäßig spät ein; denn die Blätter bleiben auffallend lange gelblich mit einem rosenroten Schimmer. Sie sind, der Größe des Pilzes entsprechend, ziemlich breit, etwas voneinander entfernt und um den Stiel herum ausgebuchtet. Stiel: Kräftig, nach unten keulig anschwellend, bis 12 cm lang und bis 4 cm dick, im Alter innen hohl werdend. Fleisch: Weißlich, auffallend nach Mehl riechend, mit einem eigentümlichen Beigeschmack. Eine Kostprobe, unschädlich, wenn die kleine zerkaute Menge wieder ausgespuckt wird, verrät nichts von seiner Giftigkeit, denn das Fleisch ist wohlschmeckend.

- Vorkommen : Es gibt Gegenden, in denen der Riesenrötling fast unbekannt ist oder sich an wenigen Stellen findet, die von Pilzfreunden geheimgehalten werden. Anderorts ist er häufiger, besonders auf nährstoffreichen Böden unter Buchen und Eichen, so z. B. im wärmeren Südwesten Deutschlands.

- Verwechslung : Er wird mit verschiedenen Pilzen verwechselt, z. B. dem Schafchampignon, Agaricus arvensis Schff. ex Fr., dem Mönchskopf, Clitocybegeotropa (Bull, ex Fr.) Quel., und besonders mit dem Nebelgrauen Trichterling, Clitocybe nebularis (Batsch ex Fr.) Kummer, der allerdings meist erst dann auftritt, wenn die Riesenrötlinge schon selten werden.

- Verwendung: Verhältnismäßig stark giftig und in Ländern, wo er häufiger vorkommt, ist er, wie in der Schweiz und Frankreich, zu einem erheblichen Teil an den klinisch behandelten Pilzvergiftungen beteiligt. Neben schweren Verdauungsstörungen, tagelangen Kopf- und Leibschmerzen, führt er zu Benommenheit und Schwächezuständen, kaum aber zu Todesfällen.




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