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Hallimasch

Hallimasch

Armillariella mellea (Vahl ex Fr.) Karsten

Hallimasch - Armillariella mellea (Vahl ex Fr.) KarstenViele Pilze, die in Lebensgemeinschaft mit Bäumen wachsen, fördern deren Entwicklung, sind also für die Forstwirtschaft von Nutzen. Vom Hallimasch kann man das nicht behaupten. Er greift nämlich lebende Bäume an, ist also ein Parasit, der von seinem Wirt lebt und ihn zum Absterben bringt. Der Forstmann sieht ihn also mit ganz anderen Augen an als der Pilzsammler, für den er häufig mühelos reiche Ernten abwirft, die man sozusagen im Vorbeigehen mitnehmen kann.

- Merkmale: Hut: Im Durchschnitt 10 cm breit, irgendwie bräunlich, manchmal aber auch honiggelb, in Amerika deshalb »honey mushroom«, »Honigpilz« genannt. Die Hüte sind anfangs mit dunklen, büschelig-haarigen Schuppen bedeckt, verkahlen aber später. Lamellen: Weißlich, später mehr rötlichgelblich, von Sporen weißbestäubt, ziemlich entfernt, am Stiel etwas herablaufend. Stiel: Bis 15 cm lang, oft gebogen, gelblich bis braun. Das Velum, welches beim Jungpilz vom Stiel zum Hutrand reicht und ursprünglich die Lamellen vollkommen bedeckt, erscheint in seinen Resten als Ring am oberen Stielteil. Fleisch: Im Stiel faserig und zäh. Besonders auffallend ist der Geschmack, der für die Art typisch ist. Kaut man nämlich ein Stückchen Pilzfleisch, so geht der anfangs milde Geschmack bald in ein sehr unangenehmes, zusammenziehendes Kratzen über. Das ist ein Merkmal, an dem man den Hallimasch auch dann erkennt, wenn man ihn mit geschlossenen Augen bestimmen müsste.

- Vorkommen: Ein Massenpilz der Herbstmonate. Er gedeiht in Büscheln mit zahlreichen Hüten auf Baumstümpfen, auch auf im Boden versteckten Wurzeln, steigt öfters hoch an Bäumen hinauf, die dann absterben. Er ist in ganz Europa verbreitet und durch den Menschen über die ganze Welt verschleppt worden.

- Verwechslung : Wer sich den eigenartigen, typischen Geschmack eingeprägt hat, wird den Hallimasch immer leicht erkennen, obwohl er in Gestalt und Farbe stark abändert. Anfänger können ihn von anderen ähnlichen Blätterpilzen, die auf Bäumen wachsen, z. B. dem Stockschwämmchen, Kuehneromyces mutabilis (Schff. ex Fr.) und dem Grünblättrigen Schwefelkopf, Hypholoma fasciculare (Huds. ex Fr.) Kumm., einem Giftpilz, schwer unterscheiden.

- Verwendung: Die zähen Stiele sind unbrauchbar. Der bittere Geschmack verliert sich beim Kochen. Da der Hallimasch nicht von jedermann vertragen wird, soll er auf persönliche Bekömmlichkeit getestet werden.




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