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Scheidenstreifling

Scheidenstreifling

Amanita (Amanitopsis) vaginata ss. lato

Scheidenstreifling - Amanita (Amanitopsis) vaginata ss. latoDer Scheidenstreifling wurde früher lat. Amanitopsis benannt, d. h. wie eine Amanita (Wulstling) aussehend, aber von ihm durch das Fehlen eines Ringes am Stiel unterschieden. Als man feststellte, dass im frühesten Jugendstadium doch Andeutungen eines Ringes vorhanden sind, wurde er wieder in die Gattung Amanita eingegliedert.

- Merkmale: Scheidenstreiflinge sind, besonders was ihre Hutfarben anbelangt, derart verschieden, dass man sie auch als ein halbes Dutzend Arten oder Unterarten auffassen kann. Hut: Im Durchschnitt 10 cm breit, mit einem kleinen, aber deutlichen Buckel. Auffallend ist die starke Radialriefung des Hutrandes. Junge Pilze sind völlig vom weißen Velum universale umschlossen, sowie ein Ei von seiner Schale. Die Farbe des Hutes hat einen weiten Spielraum: Weiß, grau, gelblich, rotbraun, dunkelbraun. Lamellen: Weiß, frei vom Stiel. Stiel: Bis 12 cm lang, schlank, hohl, leicht zerbrechlich, etwas der Hutfarbe entsprechend gefärbt oder gebändert, stets ohne Ring, am unteren Ende aus einer häutigen, oft zerschlitzten Scheide herauswachsend. Der Name Scheidenstreifling beinhaltet also zwei wichtige Merkmale, die Riefung am Hutrand und die Scheide am Stielfuß. Fleisch: Weich und weiß, sonst nicht auffällig.

- Vorkommen: In seinen verschiedenen Formen in allen möglichen Waldtypen, vom Flachland bis ins Gebirge, weltweit verbreitet.

- Verwechslung: Ganz besondere Vorsicht ist geboten, wenn man rein weiße Scheidenstreiflinge sammelt, damit man nicht versehentlich einen Weißen Knollenblätterpilz ins Sammelgut bringt. Dieser Giftpilz unterscheidet sich durch einen Ring und er hat keinen gerieften Rand. Auch sehr junge Scheidenstreiflinge, welche noch die Eiform haben, sind sorgfältig zu prüfen. Man schabt das häutige Velum universale weg, um zu sehen, ob der künftige Hutrand schon deutlich gerieft ist. Das kann man auch bei ganz jungen Exemplaren feststellen.

- Verwendung: Scheidenstreiflinge sind essbar, wegen ihrer Dünnfleischigkeit aber nicht besonders ergiebig. Die verschiedene Hutfarbe ist für die Genießbarkeit ohne jede Bedeutung. Im rohen Zustand nicht bekömmlich.

- Verwandte: Gelegentlich findet man einen Scheidenstreifling von besonderer Größe, mit dicken, grauen Velumresten auf dem Hut und einer mehrfachen Scheide am Stiel. Das ist der Riesenscheidenstreifling, Amanita inaurata, Secr., ebenfalls ein brauchbarer Speisepilz.




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