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Winterrübling

Winterrübling

Flammulina velutipes (Curt. ex Fr.) Singer

 

Winterrübling - Flammulina velutipes (Curt. ex Fr.) Singer

Winterrübling - Flammulina velutipes (Curt. ex Fr.) Singer

Die Frage, ob man Pilze auf dem eigenen Grundstück, im eigenen Garten züchten könne, wird an den Beratungsstellen immer wieder aufgeworfen. Für die allermeisten Pilzarten ist diese Möglichkeit zu verneinen. Abgesehen von den Zuchtchampignons sind es nur ganz wenige, zumeist auf Holz wachsende Arten, die sich züchten lassen, wie z. B. der Austernseitling, Pleurotus ostreatus , Jacqu. ex Fr., Kummer. Zu diesen züchtbaren Arten gehört auch der Winterrübling, auch Samtfußrübling genannt.

- Merkmale: Hut: Erreicht 5-7 cm Durchmesser, zuerst halbkugelig, später flach ausgebreitet, alt verbogen und flatterig, bräunlich, gegen den Hutrand gelblich, bei feuchtem Wetter auffallend schleimig, schmierig und klebrig. Lamellen: Gelblich, später etwas nachdunkelnd, leicht entfernt, von verschiedener Länge. Stiel: Bis 8 cm lang, häufig abgeplattet, später hohl werdend. Besonders kennzeichnend ist die Stielbekleidung. Bis dicht unter die Kappe ist der Stiel mit einem dunkelbraunen bis fast schwarzem, samtigem Filz überkleidet, was dem Pilz den Namen Samtfußrübling eingebracht hat. Fleisch: Ziemlich hell und ohne charakteristischen Geruch oder Geschmack.

- Vorkommen: Immer auf Holz, an Bäumen und Baumstrünken, selten auf abgefallenen Ästen. Laubbäume, namentlich Weiden, (Salix-Arten) , werden deutlich bevorzugt. Seine Erscheinungszeit weicht von der anderer Blätterpilze wesentlich ab. Man findet ihn nämlich in den Wintermonaten, von Dezember bis zum Beginn der wärmeren Jahreszeit, ganz besonders reichlich, wenn das typische Winterwetter durch milde, frostfreie Westlagen mit Tauwetter unterbrochen wird. Er hält sich auch bei strengem Frost unter der Schneebedekkung frisch und lebt, aufgetaut, wieder weiter. Kennzeichnend ist das büschelige Wachstum.

- Verwechslung: Da während der Wintermonate andere, auch nur entfernt ähnliche Pilze nicht wachsen, besteht keine Verwechslungsgefahr. Ausnahmsweise zu früh oder sehr spät auftretende Exemplare könnten aber mit anderen, büschelig wachsenden Baumpilzen verwechselt werden. Unter diesen ist einer, den man sorgfältig vom Winterrübling unterscheiden muß, nämlich der Grünblättrige Schwefelkopf, Hypholoma fasciculare, Huds. ex Fr., Kummer (Grünblättriger Schwefelkopf), der sich erst in jüngster Zeit als nicht nur bitter, sondern sogar als giftig herausgestellt hat. Er unterscheidet sich deutlich durch gelbgrüne Lamellen.

- Verwendung: Der Winterrübling ist, da es um Weihnachten herum kaum andere Frischpilze gibt, ein begehrter und geschätzter Speisepilz. Er kann auch gezüchtet werden.




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